Sonntag, 26. August 2012

Badeferien: Sardinien

Ich war dieses Jahr zum sechsten Mal auf der wunderschönen italienischen Insel Sardinien, und hab bisher noch nie darüber berichtet. Dies muss sich heute ändern.

Da wir unsere Ferien immer im Norden abhalten, wird sich dieser Bericht auch eher um den Norden Sardinien drehen.

Baden
Was macht man in Badeferien anstatt zu baden? Und das kann man auf dieser Insel besonders gut. Das Meer ist so wunderschön und so sauber wie ein Pool. Es gibt zahlreiche Strände, und alle sind so verschieden. Vom weissen Sandstrand, über den eher kiesigen Sand, bis hin zu Felsstränden ist alles vorhanden. Ein positiver Aspekt: Sardinien bietet durch die vielen Felstürmungen an den Stränden immer wieder abgeschottene Buchten, wo man ganz alleine seine Ruhe hat.
Im Sommer ist das Meer angenehm warm und doch erfrischend. Da es so sauber ist, muss man auch keine Angst davor haben, von einer Qualle gestochen zu werden, denn diese sieht man sofort. Es gibt immer wieder Tage, an denen sind diese Viecher zahlreich anwesend, an den meisten anderen Tagen ist das Meer aber quallenfrei. Zur Beruhigung: in den sechs Jahren habe ich ein paar Quallen gesehen, sie sind wirklich klein und ungefährlich. Ja, ich bin von einer gestochen worden, hat zwar etwas weh getan aber sonst war es nicht so schlimm.

Aktivitäten
Im Norden der Insel kann der Wind ganz verschieden sein. Es gibt Tage, an denen ist es praktisch windstill, und an anderen kann man seinen Sonnenschirm nicht mal aufspannend so stark ist er. Das gibt aber auch eine Menge an Aktivitäten.
Windsurfen/Kitesurfen: auf unserem Campingplatz war es perfekt dafür, mit eigener Schule und Ausleihe. Doch es gibt auch an anderen, touristischen Stränden und vorallem auch an stadtnahen Stränden Ausleihen. Und echte Profis haben ja eh ihr eigenes Zeug ;)
Tauchen: Es werden zahlreiche Tauchausflüge und Kurse angeboten, an jeglichen Touristenorten, auch auf unserem Campingplatz. Da das Meer so sauber ist kann man sehr weit und gut sehen. Die Felsauftürmungen unter Wasser bieten eine wunderbare Kulisse. Klar sind die Fische nicht ganz so toll wie in den Korallenriffen, aber es hat auch andere zahlreich anwesende lustige Fische, Muränen und meine Favoriten die Plattfische. Ausserdem bietet der Norden Sardiniens mehrere Wracks, die als Attraktion dienen.
Schnorcheln: Ich schnorchle total gerne. Macht das am besten rund um Felslandschaften. Denn sonst seht ihr nicht viel mehr als Sand. Aber bei den Felsen kann man viele Fische und Seeigel und und und sehen.
Sport am Land: Velofahrer aufgepasst! Die hügelige Landschaft bietet sich optimal für Velotouren an. Ausserdem haben viele Campingplätze ihr platzeigenes Sportangebot.
Anderes: Pedaloboote und Jetskis kann man an verschiedenen Orten mieten. Auf unserem Platz konnte man auch Bananaboot fahren. Echt witzig.

Ausflüge:
Städte: Es gibt mehrere Orte die im Norden besichtigt werden können (Palau und die Maddalena Inseln, Santa Teresa, Olbia ). Diese haben oft auch einen Wochentag an dem ein Markt stattfindet. Diese finde ich persönlich immer total toll. Leider sind die Preise verglichen mit dem Festland etwas teurer. Handeln lässt sich mit Einheimischen eher schwer, denn diese haben Festpreise. Die Städte sind auch am Abend oder am Morgen sehr zu empfehlen, die Stimmung ist jeweils ganz anders. Achtung: Städte am Nachmittag sind wie ausgestorben. Italiener machen Siesta, und somit haben alle Läden bis 17 Uhr geschlossen. Restaurants gibt es viele, die normale bis günstige Preise haben.
Aquapark: Mir bekannt sind zwei Aquaparks. Ich war im Aquafantasy bei Isola Rossa. Er ist sehr gemütlich, es gibt viele Liegestühle und Bademöglichkeiten, und sehr tolle Rutschbahnen. Dazu hat man einen tollen Meerausblick.
Korsika: Im Norden von Sardinien in der Süden von Korsika nicht weit. Von Santa Teresa und Palau aus fahren täglich Fähren nach Korsika. Perfekt für einen Tagesausflug.
Porto Cervo: Siehe Favorit

Favorit
Porto Cervo:
Porto Cervo ist ein kleiner Hafen, wo viele Yachten von Reichen anlegen. Die Stimmung dort ist toll, der Ausblick wunderbar, und die Yachten riesig. Er ist zwar kleiner als ich es mir vorgestellt hatte, aber das macht es auch zu etwas besonderem. Wir haben dort in einem kleinen Restaurant super zu Mittag gegessen, uns in die Stimmung treiben lassen und es genossen. Echt empfehlenswert. Mein Tipp: Wenn ihr den Touristenrummel nicht so mögt, geht zwischen 12 und 16 Uhr dorthin. Wegen der Siesta-Zeit sind nicht viele Leute da. Als wir da waren war es praktisch leer.

Und jetzt... kommen die Fotos :)

Das Meer direkt bei unserem Campingplatz
Felslandschaften und wunderschöne Buchten
Felsen
Strand mit Kitesurfern
Santa Teresa
Winzige Qualle, das klare Wasser lenkt ab
Porto Cervo, mit Booten und riesigen Yachten
Porto Cervo
Porto Cervo
So schöön
So das wars wieder einmal von mir. Wo soll meine nächste Reise hingehen?

Sonntag, 3. Juni 2012

Trip: London

London ist eine wunderschöne Stadt, die mir persönlich sehr gut gefällt. Hier könnt ihr von meinem Pfingstausflug lesen, und hoffentlich ein paar nützliche Tipps und Impressionen mitnehmen.

Tipp zum Voraus:
- Besorgt euch einen guten Reiseführer, der auch auf euer Niveau abgestimmt ist. Ich hatte drei verschiedene dabei, und kann den "Polyglott on tour" und den "Marco Polo" empfehlen, die wirklich gute Tipps bieten. Beide beinhalten auch eine grosse Faltkarte, und natürlich einen Metro-Plan.
- Reist wenn möglich nicht an Feiertagen (wie Auffahrt, Pfingsten). Alle Hotels und Flüge sind dann meist teurer, und die Stadt ist proppevoll von Touristen, so dass sogar am Sonntagmorgen die Metro voll ist.
- Es heisst immer, London ist teuer! Wenn ihr euch an so manche Tipps haltet, könnt ihr das gut umgehen.

Sehenswürdigkeiten:
London ist voll mit weltbekannten Sehenswürdigkeiten. Big Ben und Houses of Parliament, Buckingham Palace, Westminster Abbey, London Eye, Tower und und und. Ich hab mir diese alle nur von aussen angeschaut, denn die Eintrittspreise sind extrem hoch (20£ fürs London Eye und den Tower, 16£ für Westminster Abbey usw.) Die meisten sind aber auch einen Besuch wert, wenn man sie nur von aussen anschaut (allein schon weil sie so riesig sind). Und es ist natürlich ein Muss, sich diese anzuschauen wenn man in London ist.
Die Sightseeing-Tour mit dem "Big Bus" ist etwas vom Feinsten, man sieht eigentlich alles, was wichtig ist, und wird zudem noch mit historischen und aktuellen Infos versorgt. Hingegen ist es auch sehr teuer. Wenn ihr euch etwas gönnen wollt, macht dies, am besten bei gutem Wetter. Sichert euch so früh wie möglich einen Platz auch dem Dach, bleibt die ganze Tour lang sitzen, und nehmt Essen und Trinken mit. Denn wenn ihr einmal aussteigt, ist es extrem schwer, wieder einen guten Platz zu finden.
Mein Spar-Tipp: In den meisten Reiseführern gibt es Touren zu Fuss, bei denen man das wichtigste sieht. Wer also laufen mag, sollte sich die Route des Reiseführers zu Herzen nehmen. Die Infos, die im Big Bus erzählt werden, findet ihr auch darin, man muss sie nur suchen und selbst lesen.

Ich rate euch: Schaut euch alle Touri-Sachen an (von aussen oder von innen), aber besucht auch einmal die Strassen etwas abseits. London hat unglaublich schöne Häuser, und überall findet man etwas zum bestaunen. Ich bin unglücklicherweise in die falsche Richtung losmarschiert, zuerst in einem ungeheuren schönen Wohnviertel herumspaziert, und schlussendlich in Notting Hill gelandet. Es hat sich gelohnt!

Was ich nicht rate: Der Guard-Wechsel am Buckingham Palace war ein wenig enttäuschend. Viel zu viele Menschen, und nur ein paar Guards die herumlaufen. Ich weiss nicht ob das sonst anders ist. Die Queen residierte gerade nicht im Buckingsham Palace, vielleicht war das der Grund. Aufjedenfall war das für mich eine ziemliche Enttäuschung, weil dies in jedem Reiseführer so gross angepriesen wird.
Auch nicht so überzeugt hat mich das British Museum. Obwohl die riesigen alten ägyptischen Statuen beeindruckend sind, hat es mich doch nicht so richtig interessiert. Denn mit das Museum hat ja mit "british" nicht viel zu tun.

Plätze und Pärke:
Plätze und Pärke haben einen Vorteil: sie kosten nix. Der Trafalgar Square hat mir ganz gut gefallen, mit den riesigen Statuen und Brunnen. Unbedingt einmal hingehen. Auch den Piccadilly Circus müsst ihr gesehen haben. Das Gute an beiden ist, sie haben gleich in der Nähe etliche andere Sachen, die interessant wären (Museen, Shopping, Essen)
Ein sehr grosses Highlight für mich waren die Pärke. Es gibt ja viele davon. Man kann sich dort super vom Shoppen erholen, picknicken, oder einfach die Sonne geniessen, wenn sie denn da ist.

Essen
Ja das Essen ist immer so eine Sache, teuer und ein sehr schlechter Ruf. Schlechtes Essen ist aber mit der Globalisierung kein Problem mehr (Burger King und Subway gibt es ja überall). Einmal sollte man aufjedenfall Fish&Chips (frittierter Fisch mit Pommes) probieren, das Nationalgericht sozusagen. Wer nicht auf Fastfood zurückgreifen, und nicht zu teuer essen möchte, sollte Mittags in einem der zahlreichen "Pret à manger" essen, wo es Sandwiches, Wraps, und Toasts gibt. Ausserdem gibt es viele günstige Italiener, Inder, Chinesen usw, wenn man sich ausserhalb der Touri-Zonen bewegt, bsp. Soho und Chinatown. Ganz gut und günstig war das Essen auf dem Camden Market. Dort gibt es sehr billig Mittagessen von fast jedem Land der Erde.
Mein Favorit für das Abendessen: Garfunkel's. Eine Restaurantkette, die praktisch alles anbietet (Burger, Pasta, Grill, Fish&Chips). Das Essen dort ist vorzüglich, und wirklich zahlbar (für ein Essen inkl. Getränk habe ich ca. 15£ ausgegeben) Probiert unbedingt das Menü für 2, mit verschiedenem Fleisch und Pommes. Das war wohl das beste Abendessen, dass ich je hatte.

Shopping:
Shoppen kann man fast überall. Bekannt ist natürlich die Oxford Street. Die wimmelt aber nur so von Touristen. Ganz extrem Primark: Dies ist zwar mein Lieblingsladen, doch dort herrscht immer extremstes Chaos. Aber man findet natürlich ALLE wichtigen Läden in der Oxford Street.
Ganz schöne Kleider findet man am Camden Market. Die Ware ist nicht zu teuer, und ausserdem handeln die Verkäufer recht gut. Der Camden Market ist allgemein ein kleines Highlight. Er ist riesig, und man findet alle möglichen Sachen dort, also geht unbedingt hin!

Sonstiges:
Macht einen Spaziergang entlang der Themse. Beginnt bei der Westminster Bridge, gleich beim London Eye, und spaziert dann bis zur Fussgängerbrücke Millenium Bridge. Das Feeling dort ist super, man kann tolles Frozen Yoghurt essen, und hat zudem noch einen tollen Ausblick auf alle möglichen Sachen.
Besucht den Twinings Tea Shop, wenn ihr Tee mögt. Ich fand dort super Mitbringsel, und leckeren Tee. Man kann sich auch selber eine Box mit verschiedenen Beuteln zusammenstellen. Er ist etwas versteckt und klein, nahe der Station Temple. An der grossen Strasse Richtung St.Pauls Cathedral gehen (wer sucht, der findet)

Trafalgar Square
Trafalgar Square
Tolle Hausfassaden

Westminster Abbey
Houses of Parliament
Big Ben
London Eye

St. Pauls Cathedral
Tolle Hausfassaden in Camden
Gutes, günstiges Essen auf dem Camden Market (hier: mexikanisch und chinesisch)
Buckingham Palace
Beeindruckende Tore beim Buckingham Palace
Fortnum&Mason (Shoppingcenter) ist auch von aussen ein Hit
Piccadilly Circus, mit den teuersten Werbeflächen Europas
China Town
Der Tower
Tower, im Hintergrund Tower Bridge
Moderne Gebäude in London

Favorit: Twinings Tea Shop
British Museum
British Museum von innen