Sonntag, 17. Februar 2013

Trip: Hamburg

Die Reise nach Hamburg ist jetzt schon ein Weilchen her. Sie war letzten Herbst, und ein Überaschungsgeschenk von meinem Freund. Ich war früher schon einmal in Hamburg, und habe mich Hals über Kopf in diese Stadt verliebt. Und auch auf diesem Trip hat mich die Stadt ganz in ihren Bann gezogen.

Hamburg ist ja vorallem bekannt für die sogenannte "Reeperbahn" und St.Pauli. Viele mögen angesichts dieser Standorte Vorurteile gegenüber Hamburg haben. Ich kann euch aus meiner Erfahrung berichten, das müsst ihr nicht! Klar, auf der Reeperbahn wird mit Sex und Erotik so normal umgegangen wie sonst nirgendwo, es ist aber keinesfalls aufdringlich (ausser ihr seid männlich, und abends alleine dort unterwegs). Hamburg hat jedoch noch viele andere tolle Sehenwürdigkeiten, von denen ihr erfahrt, wenn ihr weiterlest.

Tipps zum Voraus:
- Die Hamburg-Card: Sie ist eine Karte speziell für Touristen, und sehr zu empfehlen. Damit kann man das ganze U-Bahn und Bus-Netz uneingeschränkt benutzen, ausserdem bekommt man beim Vorzeigen auf viele Sehenswürdigkeiten einen Rabatt. Es gibt sie für einen, drei, oder fünf Tage, für Einzelpersonen oder Gruppen, im Tourismusbüro (z.bsp. beim Flughafen) oder online. Wenn ihr zu zweit seid, lohnt sich bereits eine Gruppenkarte.
- Wie bei eigentlich jedem meiner Trips, empfehle ich euch in einen guten Reiseführer zu investieren. Ich bin ein grosser Fan der "Polyglott - on tour" - Reiseführer.
-  Auf meiner ersten Reise habe ich einen sogenannten "Hamburg Audiowalk" durchgeführt. Dieser war recht lehrreich und man hat nach diesem ziemlich alles mal so kurz gesehen. Ihr findet diesen beispielsweise auf Amazon.
- Nehmt einen Regenschirm mit. Das Wetter in Hamburg ist recht unberechenbar und oft auch ziemlich regnerisch.

Sehenswürdigkeiten

Am besten fängt man beim Rathaus an. Steigt bei der Station "Jungfernstieg" aus, dann seid ihr sofort mittendrin.
 

Der Hafen und Umgebung
Der Hafen Hamburgs ist einer meiner Favoriten. Ich mag das maritime Feeling sehr. Um den Hafen zu besichtigen, fährt man am besten zur Haltestelle "Landungsbrücken", dann ist man sofort mittendrin. Von dort aus kann man eine der zahlreichen Hafenrundfahrten buchen, in einem der kleinen Restaurants Krabbenbrötchen essen, oder auch einfach einen Spaziergang machen. Es gibt verschiedene Schiffe, die man wie ein Museum besichtigen kann. Ausserdem kann man den "Elbtunnel" besichtigen, oder zum "Fischmarkt" gehen. Das tollste aber ist, das der Hafen nicht nur Hafen ist. Ganz nah befinden sich auch die "Speicherstadt", "HafenCity", die "Elbphilharmonie" usw.
Die Speicherstadt, ein ursprünglich riesiger Lagerkomplex, ist mit seinen Backstein-Gebäuden und Kanälen sicher einen Spaziergang wert. Heute werden die Räume ganz unterschiedlich genutzt (Museen, Büros, Wohnraum).
Die HafenCity ist ein neues und sehr modernes Viertel Hamburgs. Es ist noch nicht ganz fertiggestellt, doch das, was bis jetzt steht, ist für mich eine architektonische Sensation. Die Vielfalt und die Liebe zum Detail gefällt mir besonders gut. Die Fassaden der Häuser sind so aussergewöhnlich, und jedes hat einen anderen Stil. Es bietet ausserdem viel Raum zum entspannen. Die Magellan- und Marco-Polo-Terassen bilden einen wunderschönen Platz, um sich an Sonnentagen draussen aufzuhalten. Auch sonst wurde mit Grünflächen und Bänken nicht gespart.
Die Elbphilharmonie befindet sich auch in der HafenCity, und ist zukünftiges Konzerthaus. Es befindet sich noch immer im Bau, ist aber trotzdem schon eine Sehenswürdigkeit

Die Reeperbahn und Umgebung
Die Reeperbahn ist für Freizügigkeit, Erotik und Sex bekannt. Klar, es befinden sich dort etliche Erotik-Shops, Sex-Kinos, Bordelle, Dark-Rooms, und abends stehen zahlreiche Prostituierte an allen Ecken, aber dies ist längst nicht alles. Auf der Reeperbahn befinden sich auch viele andere Läden, Bars, Fast-Food-Ketten, Theater und Museen. Man muss es auf jeden Fall gesehen haben, auch einmal Abends. Wer die Reeperbahn richtig erleben will, bucht eine "historische Huren-Tour". Wir haben dies nicht gemacht, denn es ist nicht ganz günstig, aber es ist oft ausgebucht und soll recht informativ und lustig sein.
Eine Parallelstrasse der Reeperbahn, ist die ebenfalls sehr bekannte Herbertsstrasse, die nur aus Bordellen besteht. Sie wird von beiden Seiten mit Toren geschützt. Zugänglich ist sie nur für Männer über 18.


Kirchen, Rathaus, und ähnliches
Hamburg war als deutsche Stadt stark von dem zweiten Weltkrieg betroffen. Ausserdem gab es einen sehr grossen Brand. Davon können die vielen Kirchtürme wahrhaftig Geschichten erzählen. Wer also Kirchen und Kirchtürme besucht, sollte auch in den Broschüren deren Geschichte nachlesen.
Die St.Michaelis-Kirche, wird auch der grosse "Michel" genannt und ist Hamburgs Wahrzeichen. Besichtigen kann man für einen kleinen Betrag den Kirchturm, von wo man einen wunderbaren Blick über ganz Hamburg hat, und die Krypta, die auch verschiedene Ausstellungsstücke beinhaltet.
Mein Favorit ist der St.Nikolai-Kirchturm. Die ehemalige Kirche, die beim zweiten Weltkrieg zerstört wurde, steht heute als Mahnmal für die Opfer des zweiten Weltkriegs. Das ehemalige Kirchenschiff ist heute nur noch ein mit Mauerbruchstücken umgebener Platz, auf dem Gedenktafeln und Statuen stehen. Die Stimmung dort finde ich sehr einzigartig, und auch traurig. Der Kirchturm kann besichtigt werden. Ausserdem befindet sich in der ehemaligen Krypta ein Dokumentationszentrum, mit ganz eindrücklichen Fotos des zerstörten Hamburgs.
Es gibt noch zahlreiche weitere Kirchen in Hamburg, diese beiden finde ich jedoch die sehenswertesten.

Sehr sehenswert ist natürlich auch das Rathaus. An diesem kommt man praktisch gar nicht vorbei. Dieser Bau ist wirklich sehr eindrücklich, auch von innen. Als wir dort waren war gerade "Tag der offenen Türe". Das Rathaus kann aber auch sonst besichtigt werden. Es finden täglich Führungen statt. Sehr empfehlenswert.

Museen und Kultur
Es gibt sehr viele typische Museen, von der Geschichte Hamburgs, der Schifffahrt, der Speicherstadt, Kunstmuseen usw.
Wer etwas spezielleres möchte, kann sich das "Miniatur Wunderland", eine riesige Modelleisenbahn- Ausstellung  oder das "Dungeon", Hamburgs Gruselkabinett ansehen. Die beiden befinden sich nahe dem Hafen direkt nebeneinander.
Auf der Reeperbahn befindet sich das "Panoptikum", ein Wachsfiguren-Museum. Mit Madame Tussaud's ist es leider nicht zu vergleichen, dennoch ist es toll anzuschauen. Es sind nicht nur Personen zu sehen, auch gibt es eine kleine Abteilung, in der verschiedene Krankheiten mit Wachs gezeigt werden.
Hamburg ist natürlich bekannt für die Musicals. Es werden Daueraufführungen von "Tarzan" und "Lion King" gezeigt, und momentan im Operettenhaus auf der Reeperbahn "Rocky - Das Musical". Wer Tickets möchte, muss ziemlich viel Geld dafür einplanen, denn die Tickets sind nicht billig. Die Musicals sollen jedoch ihren Preis auch Wert sein. Leider hatte ich nicht die Chance, eines zu sehen.
Es werden auch etliche Theater auf den vielen verschiedenen Bühnen gezeigt.


Parks, Plätze und der Dom
Hamburg hat einen ganz wunderbaren, riesigen Park: Planten un Blomen. Dieser Park ist riesig, und bietet Erholungsgebiet für jeden Geschmack. Es gibt einen Rosengarten, einen Apotheker-Garten, den japanischen Garten, sowie verschiedene Gewächshäuser, einen Musikpavillon und vieles mehr. Der Park ist unglaublich gepflegt, und enthält auch ganz verschiedene Vegetationen. Vom See, über grosse Wiesen, bis hin zum Waldstück mit Bach ist alles dabei. An warmen Tagen ist der Park sehr belebt, es gibt Kinder die auf dem Spielplatz spielen, Menschen die Sport machen, und andere die sich sonnen. Überall verteilt gibt es auch kleine Kiosks und ein kleines Restaurant. Ich fand es ganz wunderbar, durch den ganzen Park zu spazieren, denn so sieht man wirklich jede Landschaft.
Ein anderer Park ist der Sternschanzen-Park. Dieser ist längst nicht so gross wie Planten un Blomen, bietet aber auch viel Platz für Entspannung und Erholung.
Ganz toll sind auch die Grünflächen rund um die Alster.
Der Dom ist auch ein sehr bekannter Begriff. Dieses Volksfest mit verschiedenen Fahrgeschäften findet drei mal jährlich für etwa einen Monat statt. Als ich dort war, fand er leider gerade nicht statt.

Shopping
Shoppen kann man an ganz verschiedenen Orten. Am besten startet man beim Rathaus. Von dort aus kann man in Richtung Gänsemarkt spazieren, auf dem Weg dorthin findet man ganz verschiedene Läden. Es ist ziemlich alles dabei. Auch dort befindet sich der neue Abercrombie&Fitch - Store. Dieser ist auch ohne etwas einzukaufen einen Besuch wert.
Oder man geht in die andere Richtung vom Rathaus aus, und schlägt dann die Richtung zum Bahnhof ein. Dort stösst man zuerst auf die Europa-Passage, ein sehr grosses Shopping-Center. Folgt man der Strasse weiter, stösst man ebenfalls auf eine vielzahl verschiedener Shops.
Wer etwas ganz spezielles möchte, begibt sich ins Schanzenviertel. Dort gibt es kleinere, ganz süsse Läden, mit verschiedenen Sachen. Wer seinen Liebsten kein typisches Souvenir mitbringen möchte, besorgt diese am besten dort.
Mein Favorit befindet sich lustigerweise auf der Reeperbahn. Dort befindet sich ein Geschäft namens "Aladdin". Man bekommt dort sehr günstigen Schmuck, Schuhe, Kleider und auch die typischen Souvenirs.
Die typischen Souvenirs bekommt auch in anderen Geschäften auf der Reeperbahn oder am Hafen.
Es gibt noch viele andere Passagen in Hamburg, die ich aber nicht besucht habe.

Essen
Wer Fast-Food-Liebhaber ist, ist auf der Reeperbahn gut aufgehoben. Neben Fast-Food gibt es auf der Reeperbahn auch sonst ganz tolle Restaurants aus jeglichen Ländern der Welt.
Auch in der Nähe des Rathauses gibt es ganz tolle Restaurants, wenn man sich entlang der Kanäle bewegt die sich dort befinden.
Am Hafen gibt es kleine Restaurants, die typisches maritimes Essen anbieten.
Aber allgemein gesagt: In Hamburg findet man überall etwas zu essen.

Sonstiges
- Auf der Reeperbahn, gleich beim Eingang des Panoptikum hatten wir einen ganz tollen Retro-Foto-Automaten entdeckt, der für einen Euro Fotos schiesst.
- Auch auf der Reeperbahn befindet sich eine Art Platz. Dort gibt es verschiedene kleine Bars unter freiem Himmel und Sitzgelegenheiten mit Beach-Feeling.

Beim Jungfernstieg
Binnenalster beim Jungfernstieg bei schlechtem Wetter
Und bei gutem Wetter
Das Rathaus
Einer der Innenräume des Rathauses
 
Umgebung beim Rathaus
Umgebung beim Rathaus
Mahnmal St.Nikolai
St.Michaelis, oder "Michel"
Speicherstadt, im Hintergrund die Elbphilharmonie
HafenCity

HafenCity
HafenCity
Retro-Photomat
Hafen
Eingang zum Panoptikum
Bekannte Persönlichkeiten im Panoptikum
Eingang zur Herbertsstrasse
Reeperbahn am Tag
Ausblick vom Michel
Planten un Blomen
Rosengarten in Planten un Blomen
Planten un Blomen

Sonntag, 26. August 2012

Badeferien: Sardinien

Ich war dieses Jahr zum sechsten Mal auf der wunderschönen italienischen Insel Sardinien, und hab bisher noch nie darüber berichtet. Dies muss sich heute ändern.

Da wir unsere Ferien immer im Norden abhalten, wird sich dieser Bericht auch eher um den Norden Sardinien drehen.

Baden
Was macht man in Badeferien anstatt zu baden? Und das kann man auf dieser Insel besonders gut. Das Meer ist so wunderschön und so sauber wie ein Pool. Es gibt zahlreiche Strände, und alle sind so verschieden. Vom weissen Sandstrand, über den eher kiesigen Sand, bis hin zu Felsstränden ist alles vorhanden. Ein positiver Aspekt: Sardinien bietet durch die vielen Felstürmungen an den Stränden immer wieder abgeschottene Buchten, wo man ganz alleine seine Ruhe hat.
Im Sommer ist das Meer angenehm warm und doch erfrischend. Da es so sauber ist, muss man auch keine Angst davor haben, von einer Qualle gestochen zu werden, denn diese sieht man sofort. Es gibt immer wieder Tage, an denen sind diese Viecher zahlreich anwesend, an den meisten anderen Tagen ist das Meer aber quallenfrei. Zur Beruhigung: in den sechs Jahren habe ich ein paar Quallen gesehen, sie sind wirklich klein und ungefährlich. Ja, ich bin von einer gestochen worden, hat zwar etwas weh getan aber sonst war es nicht so schlimm.

Aktivitäten
Im Norden der Insel kann der Wind ganz verschieden sein. Es gibt Tage, an denen ist es praktisch windstill, und an anderen kann man seinen Sonnenschirm nicht mal aufspannend so stark ist er. Das gibt aber auch eine Menge an Aktivitäten.
Windsurfen/Kitesurfen: auf unserem Campingplatz war es perfekt dafür, mit eigener Schule und Ausleihe. Doch es gibt auch an anderen, touristischen Stränden und vorallem auch an stadtnahen Stränden Ausleihen. Und echte Profis haben ja eh ihr eigenes Zeug ;)
Tauchen: Es werden zahlreiche Tauchausflüge und Kurse angeboten, an jeglichen Touristenorten, auch auf unserem Campingplatz. Da das Meer so sauber ist kann man sehr weit und gut sehen. Die Felsauftürmungen unter Wasser bieten eine wunderbare Kulisse. Klar sind die Fische nicht ganz so toll wie in den Korallenriffen, aber es hat auch andere zahlreich anwesende lustige Fische, Muränen und meine Favoriten die Plattfische. Ausserdem bietet der Norden Sardiniens mehrere Wracks, die als Attraktion dienen.
Schnorcheln: Ich schnorchle total gerne. Macht das am besten rund um Felslandschaften. Denn sonst seht ihr nicht viel mehr als Sand. Aber bei den Felsen kann man viele Fische und Seeigel und und und sehen.
Sport am Land: Velofahrer aufgepasst! Die hügelige Landschaft bietet sich optimal für Velotouren an. Ausserdem haben viele Campingplätze ihr platzeigenes Sportangebot.
Anderes: Pedaloboote und Jetskis kann man an verschiedenen Orten mieten. Auf unserem Platz konnte man auch Bananaboot fahren. Echt witzig.

Ausflüge:
Städte: Es gibt mehrere Orte die im Norden besichtigt werden können (Palau und die Maddalena Inseln, Santa Teresa, Olbia ). Diese haben oft auch einen Wochentag an dem ein Markt stattfindet. Diese finde ich persönlich immer total toll. Leider sind die Preise verglichen mit dem Festland etwas teurer. Handeln lässt sich mit Einheimischen eher schwer, denn diese haben Festpreise. Die Städte sind auch am Abend oder am Morgen sehr zu empfehlen, die Stimmung ist jeweils ganz anders. Achtung: Städte am Nachmittag sind wie ausgestorben. Italiener machen Siesta, und somit haben alle Läden bis 17 Uhr geschlossen. Restaurants gibt es viele, die normale bis günstige Preise haben.
Aquapark: Mir bekannt sind zwei Aquaparks. Ich war im Aquafantasy bei Isola Rossa. Er ist sehr gemütlich, es gibt viele Liegestühle und Bademöglichkeiten, und sehr tolle Rutschbahnen. Dazu hat man einen tollen Meerausblick.
Korsika: Im Norden von Sardinien in der Süden von Korsika nicht weit. Von Santa Teresa und Palau aus fahren täglich Fähren nach Korsika. Perfekt für einen Tagesausflug.
Porto Cervo: Siehe Favorit

Favorit
Porto Cervo:
Porto Cervo ist ein kleiner Hafen, wo viele Yachten von Reichen anlegen. Die Stimmung dort ist toll, der Ausblick wunderbar, und die Yachten riesig. Er ist zwar kleiner als ich es mir vorgestellt hatte, aber das macht es auch zu etwas besonderem. Wir haben dort in einem kleinen Restaurant super zu Mittag gegessen, uns in die Stimmung treiben lassen und es genossen. Echt empfehlenswert. Mein Tipp: Wenn ihr den Touristenrummel nicht so mögt, geht zwischen 12 und 16 Uhr dorthin. Wegen der Siesta-Zeit sind nicht viele Leute da. Als wir da waren war es praktisch leer.

Und jetzt... kommen die Fotos :)

Das Meer direkt bei unserem Campingplatz
Felslandschaften und wunderschöne Buchten
Felsen
Strand mit Kitesurfern
Santa Teresa
Winzige Qualle, das klare Wasser lenkt ab
Porto Cervo, mit Booten und riesigen Yachten
Porto Cervo
Porto Cervo
So schöön
So das wars wieder einmal von mir. Wo soll meine nächste Reise hingehen?

Sonntag, 3. Juni 2012

Trip: London

London ist eine wunderschöne Stadt, die mir persönlich sehr gut gefällt. Hier könnt ihr von meinem Pfingstausflug lesen, und hoffentlich ein paar nützliche Tipps und Impressionen mitnehmen.

Tipp zum Voraus:
- Besorgt euch einen guten Reiseführer, der auch auf euer Niveau abgestimmt ist. Ich hatte drei verschiedene dabei, und kann den "Polyglott on tour" und den "Marco Polo" empfehlen, die wirklich gute Tipps bieten. Beide beinhalten auch eine grosse Faltkarte, und natürlich einen Metro-Plan.
- Reist wenn möglich nicht an Feiertagen (wie Auffahrt, Pfingsten). Alle Hotels und Flüge sind dann meist teurer, und die Stadt ist proppevoll von Touristen, so dass sogar am Sonntagmorgen die Metro voll ist.
- Es heisst immer, London ist teuer! Wenn ihr euch an so manche Tipps haltet, könnt ihr das gut umgehen.

Sehenswürdigkeiten:
London ist voll mit weltbekannten Sehenswürdigkeiten. Big Ben und Houses of Parliament, Buckingham Palace, Westminster Abbey, London Eye, Tower und und und. Ich hab mir diese alle nur von aussen angeschaut, denn die Eintrittspreise sind extrem hoch (20£ fürs London Eye und den Tower, 16£ für Westminster Abbey usw.) Die meisten sind aber auch einen Besuch wert, wenn man sie nur von aussen anschaut (allein schon weil sie so riesig sind). Und es ist natürlich ein Muss, sich diese anzuschauen wenn man in London ist.
Die Sightseeing-Tour mit dem "Big Bus" ist etwas vom Feinsten, man sieht eigentlich alles, was wichtig ist, und wird zudem noch mit historischen und aktuellen Infos versorgt. Hingegen ist es auch sehr teuer. Wenn ihr euch etwas gönnen wollt, macht dies, am besten bei gutem Wetter. Sichert euch so früh wie möglich einen Platz auch dem Dach, bleibt die ganze Tour lang sitzen, und nehmt Essen und Trinken mit. Denn wenn ihr einmal aussteigt, ist es extrem schwer, wieder einen guten Platz zu finden.
Mein Spar-Tipp: In den meisten Reiseführern gibt es Touren zu Fuss, bei denen man das wichtigste sieht. Wer also laufen mag, sollte sich die Route des Reiseführers zu Herzen nehmen. Die Infos, die im Big Bus erzählt werden, findet ihr auch darin, man muss sie nur suchen und selbst lesen.

Ich rate euch: Schaut euch alle Touri-Sachen an (von aussen oder von innen), aber besucht auch einmal die Strassen etwas abseits. London hat unglaublich schöne Häuser, und überall findet man etwas zum bestaunen. Ich bin unglücklicherweise in die falsche Richtung losmarschiert, zuerst in einem ungeheuren schönen Wohnviertel herumspaziert, und schlussendlich in Notting Hill gelandet. Es hat sich gelohnt!

Was ich nicht rate: Der Guard-Wechsel am Buckingham Palace war ein wenig enttäuschend. Viel zu viele Menschen, und nur ein paar Guards die herumlaufen. Ich weiss nicht ob das sonst anders ist. Die Queen residierte gerade nicht im Buckingsham Palace, vielleicht war das der Grund. Aufjedenfall war das für mich eine ziemliche Enttäuschung, weil dies in jedem Reiseführer so gross angepriesen wird.
Auch nicht so überzeugt hat mich das British Museum. Obwohl die riesigen alten ägyptischen Statuen beeindruckend sind, hat es mich doch nicht so richtig interessiert. Denn mit das Museum hat ja mit "british" nicht viel zu tun.

Plätze und Pärke:
Plätze und Pärke haben einen Vorteil: sie kosten nix. Der Trafalgar Square hat mir ganz gut gefallen, mit den riesigen Statuen und Brunnen. Unbedingt einmal hingehen. Auch den Piccadilly Circus müsst ihr gesehen haben. Das Gute an beiden ist, sie haben gleich in der Nähe etliche andere Sachen, die interessant wären (Museen, Shopping, Essen)
Ein sehr grosses Highlight für mich waren die Pärke. Es gibt ja viele davon. Man kann sich dort super vom Shoppen erholen, picknicken, oder einfach die Sonne geniessen, wenn sie denn da ist.

Essen
Ja das Essen ist immer so eine Sache, teuer und ein sehr schlechter Ruf. Schlechtes Essen ist aber mit der Globalisierung kein Problem mehr (Burger King und Subway gibt es ja überall). Einmal sollte man aufjedenfall Fish&Chips (frittierter Fisch mit Pommes) probieren, das Nationalgericht sozusagen. Wer nicht auf Fastfood zurückgreifen, und nicht zu teuer essen möchte, sollte Mittags in einem der zahlreichen "Pret à manger" essen, wo es Sandwiches, Wraps, und Toasts gibt. Ausserdem gibt es viele günstige Italiener, Inder, Chinesen usw, wenn man sich ausserhalb der Touri-Zonen bewegt, bsp. Soho und Chinatown. Ganz gut und günstig war das Essen auf dem Camden Market. Dort gibt es sehr billig Mittagessen von fast jedem Land der Erde.
Mein Favorit für das Abendessen: Garfunkel's. Eine Restaurantkette, die praktisch alles anbietet (Burger, Pasta, Grill, Fish&Chips). Das Essen dort ist vorzüglich, und wirklich zahlbar (für ein Essen inkl. Getränk habe ich ca. 15£ ausgegeben) Probiert unbedingt das Menü für 2, mit verschiedenem Fleisch und Pommes. Das war wohl das beste Abendessen, dass ich je hatte.

Shopping:
Shoppen kann man fast überall. Bekannt ist natürlich die Oxford Street. Die wimmelt aber nur so von Touristen. Ganz extrem Primark: Dies ist zwar mein Lieblingsladen, doch dort herrscht immer extremstes Chaos. Aber man findet natürlich ALLE wichtigen Läden in der Oxford Street.
Ganz schöne Kleider findet man am Camden Market. Die Ware ist nicht zu teuer, und ausserdem handeln die Verkäufer recht gut. Der Camden Market ist allgemein ein kleines Highlight. Er ist riesig, und man findet alle möglichen Sachen dort, also geht unbedingt hin!

Sonstiges:
Macht einen Spaziergang entlang der Themse. Beginnt bei der Westminster Bridge, gleich beim London Eye, und spaziert dann bis zur Fussgängerbrücke Millenium Bridge. Das Feeling dort ist super, man kann tolles Frozen Yoghurt essen, und hat zudem noch einen tollen Ausblick auf alle möglichen Sachen.
Besucht den Twinings Tea Shop, wenn ihr Tee mögt. Ich fand dort super Mitbringsel, und leckeren Tee. Man kann sich auch selber eine Box mit verschiedenen Beuteln zusammenstellen. Er ist etwas versteckt und klein, nahe der Station Temple. An der grossen Strasse Richtung St.Pauls Cathedral gehen (wer sucht, der findet)

Trafalgar Square
Trafalgar Square
Tolle Hausfassaden

Westminster Abbey
Houses of Parliament
Big Ben
London Eye

St. Pauls Cathedral
Tolle Hausfassaden in Camden
Gutes, günstiges Essen auf dem Camden Market (hier: mexikanisch und chinesisch)
Buckingham Palace
Beeindruckende Tore beim Buckingham Palace
Fortnum&Mason (Shoppingcenter) ist auch von aussen ein Hit
Piccadilly Circus, mit den teuersten Werbeflächen Europas
China Town
Der Tower
Tower, im Hintergrund Tower Bridge
Moderne Gebäude in London

Favorit: Twinings Tea Shop
British Museum
British Museum von innen